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Bike The Rock Festival Heubach

By 9. Mai 2019 Juli 21st, 2019 No Comments

Am vergangenen Wochenende stand für mich das BikeTheRock Festival in Heubach auf dem Plan. Hier wollte ich sowohl den Marathon am Samstag als auch das Cross Country Junior World Series Rennen am Sonntag bestreiten. Zwei Dinge hatte ich mir in meinem letzten Post für das Wochenende gewünscht: Viele neue Erfahrungen sammeln und ein für mich zufriedenstellendes Rennen abliefern! 

Ersteres habe ich definitiv erreicht! Ich habe viel über mich gelernt vergangenes Wochenende. Letzteres leider nicht… Aber lest selbst:

Nachdem ich am Freitag mit Papa angereist war, ging es mit Kim Ames 3 Runden auf die Strecke der Junior World Series. Die Strecke befand ich für gut und in diesem Jahr sogar für spaßig und fahrbar. Ich freute mich schon auf den Marathon am Samstag. Am nächsten Morgen dann Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und vor dem Start schon leichter Regenfall. Für mich persönlich definitiv alles andere als ideale Ausgangsbedingungen, um Rennen zu fahren. Zusätzlich gab es nur ein kurzes Warmfahrprogramm und ich war trotz Langarmtrikot und Windweste Immernoch zu kalt angezogen. Vor mir im Startblock standen dann zwei Ungaren – kurz kurz, keine Armlinge, keine Beinlinge. Ob in Ungarn dieses Jahr schon die Sonne geschienen hat? Obwohl ich mich schon frühzeitig im Startblock eingefunden hatte, um mir gut 20 Minuten den Allerwertesten abzufrieren, stand ich relativ zu weit hinten.

Da das Rennen mit 30 Kilometern und 800 Höhenmetern sehr kurz war, setzte ich am Start alles daran, nach vorne zu kommen. Mit Vollgas ging es los und so war ich nach knapp 3 Minuten schon an der Spitze angekommen. Gerade rechtzeitig! Den Ungaren war es dann wohl doch noch kalt geworden im Deutschen Winter und so setzten sie direkt zur Attacke an, was dann auch die Gruppe des Tages schon war. Ich fuhr mit! Zu viert konnten wir uns absetzen. Schnell merkte ich, dass ich nicht gut Luft bekam und hielt mich in der Gruppe vorerst zurück. Das Feld hielten wir schnell auf Distanz. Nachdem die Luftnot immer stärker wurde, ging es nach gut 10 Minuten in einen längeren Stich rein. Ich habe keine Luft mehr bekommen und konnte nicht mehr treten. Ein Gefühl, dass ich in nun knapp 3 Jahren Leistungssport trotz Asthma so noch nicht hatte. Beängstigend und ärgerlich zugleich. Da ich das Rennen aus gesundheitlichen Gründen auch nicht mehr als Training locker beenden konnte bzw. wollte, entschied ich mich dann auch recht schnell dazu, auszustiegen. Eigentlich ist DNF keine Option, eigentlich sage ich mir, dass ich immer alles versuchen will. In diesem Moment war ich aber so unsicher und irgendwie auch enttäuscht von mir selbst , dass ich aufgegeben und abgebrochen habe. Ob das die richtige Entscheidung war, werde ich wohl nie erfahren…

Allerdings wurde das Ganze dann nicht viel besser hörte ich auf mein Bauchgefühl und entschied ich mich gegen einen Start beim XC Rennen der Junior World Series am Sonntag. Auch hier werde ich nie wissen, ob es gut war, dass wir frühzeitig abgereist sind, oder ob ich es zumindest hätte versuchen sollen. Am nächsten Tag hat es sich jedenfalls schon ein bisschen falsch angefühlt. Mental war ich an diesem Wochenende einfach nicht auf der Höhe. Nicht stark genug, um mich zu fangen und zu motivieren. Das zu tun, was eigentlich meine Art ist. Darüber wundere ich mich im Nachhinein, ärgere mich und bin auch enttäuscht von mir selbst.

Aber hey! Es ist gerade einmal April und die Saison hat gerade erst angefangen. Also! Auf rinen besseren Tag warten und hoffen, dass es dann bessere Ausgangsbedingungen für ein erfolgreiches Rennen für mich gibt. Vielleicht ja schon in genau 10 Tagen, am 19. Mai beim Schinderhannes Marathon in Emmelshausen!!

An dieser Stelle geht ein riesengroßer Dank vor allem an meine Eltern, die mich auch bei solchen Entscheidungen unterstützen und an einem Wochenende 1000 Kilometer mit mir durch Deutschland fahren, damit ich meinen Zielen näher kommen und meinen Traum leben kann. DANKE für eure Unterstützung!! ❤️❤️

In diesem Sinne:
„Don’t be afraid to fail, be afraid to not try at all.“

Lukas

#noshortcuts #failingisbetterthangivingup